Die „Allianz der Kultur"

Im Anschluss an die Veranstaltungsreihe „Kulturperspektiven“ in den Jahren 2017 und 2018 bildete sich eine Initiativgruppe aus mehreren Kulturorganisationen und -verbänden (unter anderem auch dem Bibliotheksverband Südtirol) mit dem Ziel, die Kultur in Südtirol stärker in den Vordergrund zu rücken. Die sich rasch erweiternde Gruppe entwickelte im Laufe des Jahres 2018 über die Formulierung von „Kulturbotschaften“ die Idee der Gründung einer Allianz der Kultur.

In zwei Workshops, einer Klausur und einem weiteren Arbeitstreffen entwarfen die Beteiligten zwischen Februar und Mai 2019 ein Strukturmodell für die Allianz. Dieses soll dazu dienen, der Kultur die nötige laute Stimme zu verleihen und die in den Kulturbotschaften formulierten Visionen mit Leben zu erfüllen. Organisationsform, Gremien und Aufgaben der Allianz für Kultur sollen in einer Kulturcharta festgehalten werden.

Die unter dem Motto „Aus der Vielfalt zum Gemeinsamen“ zusammengefassten Aufgaben beinhalten unter anderem die Promotion der Kulturbotschaften, die Vernetzung der Kulturakteur*innen und -aktivitäten sowie entsprechende Weiterbildung. Höchstes Gremium der Allianz ist die Versammlung der Unterzeichner*innen, die aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Unterzeichnerorganisationen besteht.

Aus der Versammlung der 24 Vereine und Verbände heraus wurde die siebenköpfige Steuerungsgruppe gewählt; ein*e Sprecher*in vertritt die Allianz der Kultur nach außen und pflegt die Kontakte zu den Kulturakteur*innen. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe: Christian Schwarz (Verband der Musikkapellen), Ferruccio Delle Cave (Sprecher / Südtiroler Künstlerbund), Hannes Egger (LanaLive), Christine Menghin (Bibliotheksverband Südtirol), Monika Rottensteiner (AG Volkstanz), Sonja Plank (AG der Jugenddienste)  und Florian Trojer (Heimatpflegeverband).

Im Dezember 2019 stattete die Steuerungsgruppe Landesrat Philipp Achammer einen Antrittsbesuch ab und berichtete ihm über die Aktivitäten der Allianz. Dabei unterstrich der Landesrat die Bedeutung der Allianz als Sprachrohr, aber auch als verbindende Klammer der Kultur, da sie ihre Tätigkeit auch mit dem Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt (DZE) abstimmt. Im Sinne der Lobbyarbeit für Kulturschaffende plant die Allianz für den 12. September 2020 einen Tag der Kultur in der Franzensfeste.

Mit der Allianz der Kultur soll klar verdeutlicht werden, dass Kultur nicht nur schmückendes Beiwerk ist, sondern eine integrale gesellschaftliche Funktion besitzt und neben einem Arbeitsplatz und einem tragfähigen sozialen Umfeld ein wichtiger Faktor für ein lebenswertes Land ist.